Hunde aus Schnee und Eis

Der Islandhund früher und heute...

Die Vorfahren der heutigen Islandhunde wurden von den Wikingern nach Island gebracht und dort nach Arbeitskriterien weitergezüchtet. Über sehr lange Zeit wurden außerdem alle aggressiven Tiere ausgemerzt. Mehr zu seiner Geschichte finden Sie hier:

http://www.islandhunde-hessen.de/rasse/

 

Der Islandhund steht heute im Typ des nordische Spitzes mit knapp mittlerer Größe. Er hat dreieckige Ohren, mandelförmige Augen, einen deutlichen Kragen und eine über den Rücken getragene Rute. Es gibt ihn in vielen Farben und Fellängen. Immer soll sein Fell jedoch mehr Farbe als Weiß haben und aus wetterfestem Deckhaar und sehr feiner Unterwolle bestehen.

Mehr zum Rassestandard des Islandhundes finden Sie hier:

http://islandhund.dcnh.de/html/rassestandard.html

http://www.spitzarten.at/Arten/Islandhund.html

 

Außer im Fellwechsel braucht der Islandhund wenig Fellpflege. Sein Fell macht ihn unempfindlich gegen Kälte und Nässe und er ist - als kerniger Naturbursche - am liebsten draußen. Er ist ein hervorragender Schwimmer und geniest ein Bad gegen sommerliche Hitze. Für die Zwingerhaltung ohne Familienanschluß ist der sehr soziale und menschenbezogene Hund allerdings nicht geeignet. Er ist am liebsten überall mit dabei. Wenn seinem Temperament täglich Rechnung getragen und er körperlich und geistig ausgelastet wird, kann er auch in der Stadt gehalten werden.

 

Obwohl er zu den Hütehunden gehört, entspricht eine Arbeitsweise eher der der Treibhunde. Er arbeitet an Pferd und Schaf wieselflink und selbstständig. Er ist dabei bellfreudig, was im Alltag konsequente Grenzen fordert. Er ist sensibel, aufmerksam und lernt leicht. Manchmal ist nordische Sturheit spürbar, der man am besten mit liebevoller Ausdauer in der Erziehung begegnet. Härte verträgt der Islandhund nicht.

 

Neben begeisterter Treibarbeit ist der Islandhund als ausdauernder Reit- oder Radbegleithund in seinem Element. Auf dem Hundesportplatz lässt er sich zu Agility, Dogdancing, Trickdog oder Ähnlichem nicht lange bitten. Islandhunde verrichten auch gute Dienste in Such- und Rettungshundestaffeln. Ihr unermüdlicher Bewegungseifer und die Cleverness gepaart mit Mut und Freundlichkeit lassen sie erfolgreich verirrte Personen in verschiedenen Geländeformen aufspüren und sichern. Selbstverständlich erfordert diese Arbeit eine lange, gründliche Ausbildung und viel Training. Gänzlich ungeeignet ist der Islandhund für alle Einsatzgebiete, die Schärfe und Wehrtrieb fordern, da jahrhundertelang alle aggresiven Tiere im Ursprungsland Island getötet wurden.